Im Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und -technologie 2025 (International Year of Quantum Science and Technology) unterstreicht die Schweiz ihre führende Rolle bei der Verschmelzung von Quantum Computing und Künstlicher Intelligenz – quantum ai schweiz. Diese hybride Technologie verspricht revolutionäre Fortschritte in Pharmazie, Finanzwesen, Materialforschung und Optimierungsproblemen. Quantencomputer nutzen Superposition und Verschränkung, um Berechnungen exponentiell zu beschleunigen, während KI-Modelle von dieser Leistung profitieren: Effizienteres Training neuronaler Netze, präzisere Simulationen und nachhaltigere Energieverbräuche. In der Schweiz entstehen reale Anwendungen, die den Übergang von Theorie zur Praxis markieren.
QuantumBasel und die erweiterte IonQ-Partnerschaft: Ein Meilenstein im Dezember 2025
Das Kompetenzzentrum QuantumBasel in Arlesheim bei Basel bleibt das Herzstück kommerzieller Quantum AI in der Schweiz. Als Teil des uptownBasel-Innovationscampus bietet es Zugang zu Systemen von IonQ, IBM und D-Wave. Der Höhepunkt des Jahres fiel auf den 17. Dezember 2025: IonQ und QuantumBasel verkündeten eine Erweiterung ihrer Partnerschaft mit einem Gesamtwert von über 60 Millionen US-Dollar. QuantumBasel erhält vollständigen Besitz des bestehenden IonQ Forte Enterprise-Systems und eines nächsten Generation IonQ Tempo-Systems. Die Kooperation verlängert sich bis 2029 und etabliert QuantumBasel als offizielles europäisches Innovationszentrum von IonQ.
Diese Erweiterung fördert Forschungsprojekte zur Optimierung großer Sprachmodelle (LLMs) und hybrider Quantum-KI-Techniken. QuantumBasel democratisiert Quantentechnologien für Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen und treibt Anwendungen in Industrieoptimierung, Energieeffizienz und Logistik voran.
Forschung an ETH Zürich und EPFL: Globale Spitze
Die ETH Zürich führt weltweit in Quantum AI. Das Quantum Center erforscht fehlerkorrigierte Qubits und hybride Systeme. Kooperationen mit IBM Research in Zürich beschleunigen KI-Training durch Quantenalgorithmen. Im Dezember 2025 betonte Professor Klaus Ensslin, dass Quantentechnologien in zehn Jahren alltäglich sein werden – ein Aufruf zu verstärkten Investitionen. Events wie der ETH Quantum Hackathon brachten Studierende und Entwickler zusammen.
An der EPFL Lausanne treibt das Center for Quantum Science and Engineering Projekte zu Quantum Machine Learning für NISQ-Geräte voran. Institutionen wie die Universität Basel (NCCR SPIN) und die FHNW ergänzen mit Quantensensorik und Optimierungsanwendungen.
Unternehmen und Start-ups: Innovationen im Ecosystem
Terra Quantum in St. Gallen entwickelt hybride Quantenalgorithmen. 2025 schloss das Unternehmen Piloten ab, darunter mit BBVA für exotische Derivate-Pricing und Fortschritte in Error Correction (QMM-Enhanced), validiert auf IBM-Hardware.
Weitere Akteure: ID Quantique in Genf führt in Quantenkryptographie, QAI Ventures in Basel investiert in Quantum-AI-Start-ups mit Accelerator-Programmen. Spin-outs wie ZuriQ (ETH-basiert) entwickeln skalierbare Trapped-Ion-Hardware, SEALSQ und Qnami innovieren in Post-Quantum-Sicherheit und Nanosensorik.
Nationale Initiativen und Förderung
Die Swiss Quantum Initiative (SQI) erhielt für 2025–2028 rund 82 Millionen CHF. Sie koordiniert Forschung, Bildung und Industriekooperationen durch SNSF und Innosuisse. 2025 starteten Calls wie BRIDGE Quantum für anwendungsnahe Projekte in Computation, Communication, Simulation und Sensing.
Events wie der Quantum Industry Day in Switzerland (Oktober 2025 in Genf) und die Swiss Quantum Week förderten den Austausch. Die Schweiz ist aktiv im European Quantum Flagship und kooperiert mit CERN.
Herausforderungen und Ausblick
Quantencomputer bleiben fehleranfällig und ressourcenintensiv. Post-quantum Kryptographie ist priorisiert, und die Schweiz verstärkte 2025 Exportkontrollen für sensible Technologien.
Der Ausblick ist vielversprechend: Bis 2030 könnten Quantum AI-Systeme Medikamentenentwicklung, Finanzoptimierung und Klimamodelle revolutionieren. Mit Präzisionstradition, starkem Ecosystem und Meilensteinen wie der IonQ-QuantumBasel-Erweiterung ist die Schweiz optimal positioniert.
Quantum AI ist in der Schweiz keine ferne Vision mehr, sondern gelebte Innovation. Zentren wie QuantumBasel, Universitäten und Unternehmen wie Terra Quantum und IonQ-Partner gestalten eine Zukunft hybrider Intelligenz – für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.