
Als ich vor gut einem Jahr die Leitung einer umfangreichen Sanierung in einem historischen Verwaltungsgebäude übernommen habe, war mir bewusst, dass die Integration moderner Brandschutztechnik eine der grössten Herausforderungen werden würde. Insbesondere die Brandabschnittstrennung spielte eine zentrale Rolle – und damit die Wahl geeigneter Brandschutztore. Das Gebäude war über 70 Jahre alt, und im Laufe seiner Geschichte wurden zahlreiche Umbauten vorgenommen, die weder klar dokumentiert noch technisch auf dem aktuellen Stand waren. Ein klassischer Fall für strukturelle Überraschungen, die man erst bei der Öffnung von Wänden entdeckt.
In dieser Situation suchten wir nach einer Lösung, die nicht nur zuverlässig ist, sondern sich auch flexibel an die vorhandene Bausubstanz anpassen lässt. Ich hatte in früheren Projekten bereits mit verschiedenen Systemen gearbeitet, doch diesmal standen wir vor besonderen räumlichen und gestalterischen Hürden: schmale Deckenbereiche, stark frequentierte Fluchtwege, denkmalgeschützte Fassaden und wenige Möglichkeiten für bauliche Eingriffe. All dies führte uns zur Entscheidung, moderne, textile Feuerschutzlösungen zu prüfen – und damit zu einer neuen Generation von Brandschutztoren, die sich für solche Situationen ideal eignen.
Warum textile Brandschutzsysteme für ältere Gebäude ideal sind
Ein Ziel dieser Sanierung war es, die ursprüngliche Architektur möglichst wenig zu verändern. Massive, konventionelle Abschlüsse wären nicht nur optisch aufgefallen, sondern hätten auch zusätzliche Eingriffe in die tragenden Strukturen erfordert. Textile Rollabschlüsse dagegen liessen sich unauffällig in bestehende Elemente integrieren. Sie benötigen kaum Platz, lassen sich direkt in die Decke einziehen und fügen sich so nahtlos in die Gebäudelandschaft ein. Für ein älteres Objekt ist das ein enormer Vorteil, denn oft stösst man auf statische Beschränkungen, die nur mit kostspieligen Massnahmen überbrückt werden können.
Besonders beeindruckt hat mich die Möglichkeit, die Systeme in relativ kurzer Zeit zu installieren – fast ohne Lärm, ohne Staub und ohne dass wir die Mitarbeiter im laufenden Betrieb stören mussten. Gerade wenn ein Gebäude teilweise weiter genutzt wird, macht dieser Aspekt einen Unterschied für alle Beteiligten.
Meine praktische Erfahrung während der Installation
Der Einbau erfolgte in mehreren Etappen, weil das Gebäude während der Sanierung weiter in Betrieb blieb. Die Monteure konnten dank der schlanken Systeme zügig arbeiten und die Brandschutztore rasch in die vorbereiteten Deckenöffnungen integrieren. Die textile Bauweise bedeutet weniger Gewicht, weniger Materialtransport und Mühelosigkeit beim Handling – Punkte, die sich besonders positiv auf die Bauzeit auswirkten.
Ein weiterer Vorteil: Die Übergänge zwischen bestehenden Bauteilen und den neuen Abschlüssen mussten kaum nachgearbeitet werden. Dadurch blieben die architektonischen Linien des Gebäudes erhalten. Für den Bauherrn war das ein entscheidender Pluspunkt, da er grossen Wert auf die Kontinuität des historischen Erscheinungsbilds legte.
Vorteile für den Gebäudebetrieb – aus Sicht eines Facility Managers
Nach Abschluss der Sanierung habe ich mich mit dem verantwortlichen Facility Manager ausgetauscht. Seine Rückmeldungen haben bestätigt, was ich in anderen Projekten ebenfalls erlebt habe: textile Brandschutztore sind erstaunlich wartungsarm. Sie verfügen über weniger bewegliche Elemente und sind so aufgebaut, dass sie im Normalbetrieb praktisch unsichtbar bleiben. Wartungsintervalle können effizient organisiert werden, und grosse Stillstandszeiten entfallen.
Besonders praktisch fand der Facility Manager das automatische Schliesssystem, das auch bei Stromausfall funktioniert. Damit erfüllt das Gebäude nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern bietet auch zusätzliche Sicherheit im Ernstfall.
Ästhetische und funktionale Vorteile für Architekten
Ein Punkt, der in Gesprächen mit Architekten immer wieder auftaucht, ist die Frage der Gestaltung. Brandschutz und Design stehen oft in einem Spannungsfeld, und das war auch hier der Fall. Die Verantwortlichen wollten ein harmonisches Gesamtbild, ohne sichtbare technische Elemente.
Die textilen Systeme boten genau das: Sie verschwinden nahezu vollständig in der Decke und werden nur im Ereignisfall sichtbar. Dadurch bleiben klare Linienführung, Transparenz und Offenheit der Räume erhalten – Eigenschaften, die für Denkmalschutz und moderne Innenarchitektur gleichermassen wichtig sind.
Vorteile gegenüber herkömmlichen Feuerabschlüssen – subtil, aber entscheidend
Obwohl der Fokus dieses Artikels auf Brandschutztoren liegt, möchte ich meine persönliche Erfahrung teilen: Besonders in Gebäuden mit eingeschränkten Platzverhältnissen erwiesen sich textile Systeme als überlegen. Sie sind:
- platzsparend,
- leicht integrierbar,
- visuell unauffällig,
- effizient in der Montage,
- niedrig im Wartungsaufwand.
Diese Kombination macht sie zu einer idealen Wahl für Projekte, in denen Flexibilität und Ästhetik gleich wichtig sind wie der Schutz vor Feuer.
Mein Fazit nach einem Jahr Betrieb
Heute – ein Jahr nach Abschluss des Projekts – kann ich sagen, dass die Entscheidung für moderne, textile Brandschutztore absolut richtig war. Die Systeme fügen sich unauffällig in die Architektur ein und funktionieren zuverlässig im Alltag. Die Rückmeldungen der Nutzer und des Facility-Teams sind durchweg positiv. Besonders schätzen sie die einfache Bedienbarkeit und die Stabilität der Lösung.
Für Bauunternehmen, Architekten und Gebäudemanager, die sich mit komplexen oder älteren Gebäuden befassen, kann ich diese Art von Brandschutzlösungen nur empfehlen. Sie bieten Sicherheit, Flexibilität und eine lange Lebensdauer – eine Kombination, die in der heutigen Baupraxis unverzichtbar ist.